Versicherung

Grünland-Dürreindex

Das Hagelschutzkonsortium arbeitet mit den seit Jahren eingebundenen Versicherungsgesellschaften die Rahmenbedingungen für die Dürreindex-Versicherung aus. Der Tarif für dieses Jahr wird auf den versicherten Wert berechnet und voraussichtlich im Schnitt bei 7-8% liegen. Die Förderung, welche ab 2024 über dem nationalen Entwicklungsplan PSRN beläuft sich auf max. 70%, und demnach liegt der Tarif zu Lasten des Versicherten bei ca. 2,25%. Bei einem durchschnittlich versicherten Wert von 800€/ha macht dies ca. 20€/ha aus. Durch diese Änderung liegt die gesetzliche Schadensschwelle nun auch für die Dürreindexversicherung bei 20% und nicht mehr bei 30%.






Das Hagelschutzkonsortium verfolgt weiterhin das Ziel, in absehbarer Zeit, einen satellitengestützten Index einzusetzen, mit dem die Erhebung der produzierten Biomasse auf Betriebsebene möglich sein wird. Dank der somit erhobenen Bodendaten (Niederschlagsdaten) kann der Ausfall durch Trockenheit berechnet werden. Dieses ambitionierte Projekt wird in Zusammenarbeit mit EURAC Research, dem Versuchszentrum Laimburg und der Fondazione Edmund March in Trient sowie von der Abteilung Landwirtschaft getragen und geht in die nächste Entwicklungsphase.

Entwicklung des satellitengestützten Dürreindexes

Das Projekt zur Dürreindex-Versicherung mit satellitengestütztem Index wird für 2026 in der Dürreindexversicherung für das Grünland weitergeführt. Das bedeutet konkret, dass der Index zur Erhebung der auf den Wiesen produzierten Biomasse nun nach zwei Jahren Testphase in die Realität umgesetzt wird und erstmals in der neuen Dürreindexversicherung des Hagelschutzkonsortium Anwendung findet. Zur Kontrolle werden weiterhin auf einzelnen ausgewählten Betrieben in Südtirol und dem Trentino vom Versuchszentrum Laimburg und EURAC Research Messungen vorgenommen, um einen Vergleich zu den Satellitendaten ziehen zu können. Die Erhebung der Biomasse wird mit dem Satelliten „Sentinel 2“ in hoher Auflösung (10x10 Meter) durchgeführt. So können die Wiesen der Betriebe einzeln identifiziert werden und eine standortbezogene Erhebung der Biomasse erfolgen. Dank der Niederschlagsdaten kann daraus die Höhe eines eventuellen Ausfalls, im Idealfall für die einzelnen Wiesen, abgeleitet werden. Das Forschungszentrum EURAC Research wird, aller Voraussicht nach, die Berechnung dieses neuen Indexes abwickeln.

Antrag um Deckung und Abschluss der Dürreindexversicherung für 2026

Auf Landesebene wird das Volumen für das laufende Jahr 2026 von den Versicherungsgesellschaften in Bezug auf die Dürreindex-Versicherung begrenzt sein. Wir erwarten rund 1,5 bis 2 Mio. € an Deckungsvolumen. Alle Landwirte die sich bereits gemeldet hatten und auch auf den Wartelisten sind wurden informiert. Sobald wir die Bestätigung zur Förderung der Polizze über den nationalen Entwicklungsplan PSRN erhalten startet die Versicherungsdeckung 2026.

Alle Landwirte, welche bereits in den letzten Jahren versichert hatten, haben die Möglichkeit bis zum 25. März 2026 ihr erneutes Interesse schriftlich zu erklären. Das zur Verfügung stehende Versicherungsvolumen wird dabei an jene Landwirte nach Verfügbarkeit verteilt. Dabei gilt das Prinzip: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Landwirte die sich erst nach dem 25. März 2026 melden, werden auf die Warteliste 2026 gesetzt. Sofern es gelingt zusätzliches Versicherungsvolumen aufzutreiben werden wir eine Deckung gerene ermöglichen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: +39 0471 256028

Datum letzter Eintrag: 03.03.2026





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